Fitness: Alles in Maßen

Der beherrschte Genuss ist der wahre Genuss. Doch ein bisschen Schweiß darf beim Sport schon fließen, weil es auch der guten Laune zugute kommt.

Zu viel ist zu viel
Ein hartes Training mindert die Leistungsfähigkeit des Immunsystems. Denn bei Höchstleistungen sterben die Leukozyten genannten weißen Blutkörperchen, die von großer Bedeutung sind bei der Abwehr von Viren und Bakterien. Das stellten Forscher aus Taiwan fest, die trainierten Läufern ein sehr intensives Trainingsprogramm auferlegt hatten, bei dem sie bis an ihre Leistungsgrenzen gehen mussten. Selbst drei Tage nach der extremen Anstrengung verzeichneten die Wissenschaftler eine überdurchschnittliche Sterberate der Leukozyten. Fazit: Zu intensives Training schadet der Gesundheit.

Bewegung macht glücklich
Vernünftig dosiert, versetzen sportliche Aktivitäten in Hochstimmung. Verantwortlich hierfür ist das so genannte VGF-Gen, das bei körperlicher Anstrengung ausgeschüttet wird. Das ist das Ergebnis einer amerikanischen Studie an der Yale-Universität in New Haven. Das VGF-Gen ist ein körpereigenes, natürliches Antidepressivum. Die Forscher hatten das Verhalten von Mäusen untersucht, die sich einerseits in einem Käfig mit Laufrad tummeln konnten und andererseits auf das Sportgerät verzichten mussten. Während in der Laufradgruppe Vitalität und vermehrte Ausschüttung von Gute-Laune-Hormonen einher gingen, legten die Mäuse in der Kontrollgruppe ein geradezu depressives Verhalten an den Tag. Die Forscher hoffen, dass mit Hilfe dieser Erkenntnisse eine neue Generation wirksamer Anti-Depressiva entwickelt werden kann.

Kein Dachschaden durch Kopfball
Fußballer können aufatmen: Kopfball macht nicht weich in der Birne. Jedenfalls nicht sofort. Das fanden schwedische Wissenschaftler der Universität Göteborg heraus. Kicker haben demnach in der Regel ausreichend Zeit, um sich auf den Kopfball vorzubereiten und dabei die Haltung des Kopfes zu stabilisieren. Anders etwa als Boxer, die bei Kopftreffern zudem weitaus stärkere Kräfte wegstecken müssen. Ob Kopfbälle aber dauerhafte Gehirnschäden nach sich ziehen, sei nach wie vor nicht geklärt, räumte Forschungsleiter Henrik Zetterberg ein. Bestätigt habe das die Studie jedenfalls nicht. Nicht auszuschließen seien jedoch langfristige Schäden der Halswirbelsäule.

(ecada/Aja Glas)

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