Gartensommer: Sicher grillen

Die Steaks außen kohlrabenschwarz und innen noch roh, dazu die ersten Gäste schon beim Notarzt – das muss nicht sein. Und so klappt es mit dem unbeschwerten Grillvergnügen.

Bevor Fleisch oder Gemüse auf den Grill kommen, muss der erst einmal auf Temperatur gebracht werden. Holzkohle sorgt für vergleichsweise schnelle Hitze. Bei Briketts dauert das Ganze etwas länger, dafür brennen sie länger. In jedem Fall sollte man aber etwas Geduld mitbringen, bis die Kohle heiß genug ist. Finger weg von Brandbeschleunigern wie Spiritus, Benzin und Co. Sie sind bei falschem Gebrauch nicht nur sehr gefährlich, sondern obendrein auch dem Aroma abträglich, da sie den Geschmack des Grillguts verfälschen.

Wer dem Feuer auf die Sprünge helfen will, sollte zu handelsüblichen Grillanzündern greifen oder selbst für frischen Wind per Blasebalg oder Zeitung sorgen. Nach gut einer halben Stunde dürfte es dann soweit sein. Eine hellgraue Ascheschicht auf den Kohlen signalisiert, dass nun das Feld bereitet ist: jetzt können die Leckereien auf den Rost.

Damit das Grillvergnügen nicht im Feueralarm endet, sollte jenseits von empfindlichen Materialien gegrillt werden. In der Nähe von Sonnenschirmen, Markisen oder Polsterauflagen hat der Grill nichts verloren, da Funkenflug schnell einen Brand verursachen kann. Doch selbst, wenn es nicht soweit kommt: Brandlöcher haben zwar nicht so weit reichende Folgen, sind aber höchst ärgerlich. Nahe dem Grill sollte ein Eimer mit Wasser oder Sand stehen, um Brände sofort löschen zu können. Nicht minder wichtig ist ein stabiler Stand.

Vorsicht empfiehlt sich auch für den Grillmeister: Ins Feuer tropfendes Fett kann Stichflammen auslösen, aber auch Fettspritzer selbst können schmerzhafte Brandverletzungen verursachen. Deshalb sollten Grillhandschuhe und Grillbesteck selbstverständlich sein. Auch wenn Feuer und Glut noch so faszinierend sind: Kinder haben in unmittelbarer Nähe des Grills nicht zu suchen, da sie die Gefahren noch nicht abschätzen können.

Kommt es dennoch zu Verbrennungen, sollte die betroffenen Körperpartien sofort mit Wasser gekühlt werden, einerlei ob Leitungs- oder Mineralwasser. Anschließend die verletzte Region mit einer keimfreiem Mull oder Tuch bedecken. Handelt es sich um eine größere Verletzung, sollte sofort ein Arzt oder Notdienst aufgesucht werden.

(ecada/Jan Noy)

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